14.06.2016

Derzeitiger Zustand des Wolfstrangs und der Klev´schen Landwehr

Seit einigen Tagen sieht es um den Zustand der Fließgewässer in Isselburg nicht gut aus. Zuerst gab es ein extremes Hochwasser der Issel, das Gott sei Dank sehr glimpflich ausgegangen ist. Anschließend sind nun der Wolfstrang und die Klev´sche Landwehr sehr dunkel gefärbt und riechen erbärmlich nach Fäulnis. Die Bilder vom heutigen Tag zeigen das Problem sehr deutlich:

 

 

 

 

 

 

 

Die Klev´sche Landwehr Ecke Minervastraße/Goethestraße 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Der Wolfstrang Reeser Straße 

Besorgte Anwohner haben sich bei der Stadt gemeldet, um zu erfahren, was der Grund für diesen schlechten Zustand ist. Der Gewässerbeauftragte der Stadt machte sich sofort auf den Weg und kontrollierte die Kleve´sche Landwehr bis Loikum. Dort traf er auf das beauftragte Unternehmen des Wasserverbandes Untere Issel, die 14 Tage früher als sonst üblich damit beschäftigt waren, die Uferböschungen zu mähen und das Gewässer zu reinigen. Dies ist dadurch begründet, dass durch die extremen Niederschläge und das Hochwasser der letzten Wochen viele Wiesen und Äcker überflutet sind und nun geholfen werden muss, dass das Wasser besser ablaufen kann. Daher startete der Inselverband dieses Jahr früher mit den Maßnahmen der Gewässerunterhaltung. Nach Aussagen des Verbandes wird vermutet, dass die derzeitige Schwarzfärbung zum einen mit den Arbeiten an den Gewässern zu tun haben kann, zum anderen aber auch daran, dass durch die massiven Niederschläge die auf die Felder aufgebrachte Gülle verstärkt ausgewaschen worden ist. Gezielte verbotene Einleitungen von Gülle in die Bäche seien aber unwahrscheinlich, es  seien keine Hinweise dafür gefunden worden. Es ist wohl auch sehr unwahrscheinlich, dass ein Landwirt gleich in mindestens zwei voneinander unabhängige Gewässer solche verbotenen Einleitungen vorgenommen haben könnte, denn der Zustand der beiden Bäche ist ziemlich identisch. 

Die Stadt hat aber trotzdem die für die Gewässer im Kreis Borken zuständige Behörde, nämlich die Untere Wasserbehörde über die Problematik informiert, um auf der sicheren Seite zu sein. In einem Gespräch am heutigen Tag konnte ich mit dem zuständigen technischen Mitarbeiter die Problematik erörtern. Ergebnis dieses Gespräches ist, dass er Kontakt zum LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz) aufnehmen wird, damit Fachleute der Behörde Wasserproben entnehmen und analysieren werden. Denn es ist schon wichtig, die Ursache für diesen Zustand herauszufinden. 

Insgesamt finde ich es sehr positiv, dass es doch vielen Menschen  in Isselburg wichtig ist, wie die Qualität der sie umgebenden Natur aussieht. Denn anders kann ich es gar nicht werten, dass in sozialen Foren die Problematik offen und besorgt diskutiert wird. Ich werde an dieser Stelle sofort mitteilen, wenn es weitere Erkenntnisse geben sollte.

Uwe Übelacker

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